Immobilien Groß-Gerau

Immobilien in Groß-Gerau

Die Maklerprovision beim Immobilienkauf wird künftig geteilt.

Immobilienmakler verlangen für Ihre Vermittlung eine Vergütung, die Maklercourtage. Ein Makler hat jedoch nur dann einen Anspruch auf die Courtage, wenn er einen ordnungsgemäß abgeschlossenen Maklervertrag vorweisen kann und wenn er erfolgreich tätig war. Die Maklercourtage ist fällig, wenn durch die Arbeit eines Maklers ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück erfolgreich vermittelt wurde und ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Wenn der Makler nicht erfolgreich war, dann entfällt auch sein Anspruch auf die Maklercourtage.

Ein Makler übernimmt für seinen Auftraggeber eine Menge Arbeit, investiert Geld und erhöht die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss, da er den lokalen Markt kennt. In der Regel nimmt er eine Immobilienbewertung vor, sorgt für die Erstellung eines Exposés, schaltet Anzeigen, übernimmt die Organisation und Durchführung der Besichtigungstermine und bereitet den Kaufvertrag vor. Ein erfahrener Makler ist zudem in der Lage, mit einer guten Vermarktungsstrategie einen höheren Verkaufspreis zu erzielen, als der Eigentümer der Immobilie.

Die Höhe der Maklerprovision bei uns in Hessen beträgt derzeit noch 5% zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer und wird vom Käufer gezahlt.

Nachdem nun auch der Bundesrat am 05.06.2020 dem neuen Gesetz der Bundesregierung zugestimmt hat, wird das Gesetz aller Voraussicht nach zum 01.01.2021 in Kraft treten und die Maklercourtage wird zukünftig geteilt.



Der Werbeslogan einiger Internet und Online Makler (bekannt aus TV und Radio)     
*Provisionsfrei für den Verkäufer oder Käufer zahlt die Maklercourtage*
gehört zukünftig der Vergangenheit an und ist nicht mehr zulässig.


Beauftragt der Verkäufer eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung den Makler, muss er künftig mindestens die Hälfte der Courtage tragen. Das Gesetz führt neue Regelungen für die Verteilung der Maklercourtage beim Verkauf von Einfamilienhäusern (einschließlich solchen mit Einliegerwohnungen) und Eigentumswohnungen ein. Insbesondere ist es künftig nicht mehr möglich, die Maklercourtage vollständig dem Käufer aufzubürden, wenn (auch) der Verkäufer den Makler beauftragt hat. Ziel des Gesetzes ist, private Käufer von Wohnimmobilien von den hohen Kaufnebenkosten zu entlasten.

Wird ein Makler aufgrund zweier Maklerverträge sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer tätig, kann er eine Vergütung künftig nur von beiden Parteien zu gleichen Teilen verlangen. Wenn der Makler mit einer Partei vereinbart hat, für diese unentgeltlich tätig zu sein, kann er auch von der anderen Partei keine Vergütung beanspruchen. So etwas ist natürlich nicht möglich, denn keiner kann ohne einen Lohn eine Dienstleistung erbringen.

Hat dagegen nur eine Partei den Makler beauftragt, muss diese die Maklervergütung zahlen. Vereinbarungen mit dem Ziel, die Kosten an die andere Partei weiterzureichen, sind nur wirksam, wenn die weitergereichten Kosten maximal 50 Prozent der insgesamt zu zahlenden Courtage ausmachen. Zudem muss der Auftraggeber des Maklers zunächst nachweisen, dass er die Courtage gezahlt hat, bevor er von der anderen Vertragspartei deren Anteil verlangen kann.

Das Gesetz führt auch eine neue Formvorschrift für Maklerverträge ein. Ein Maklervertrag, der den Verkauf eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung zum Inhalt hat, bedarf künftig der Textform.



Fazit:

Eigentümer (Verkäufer) müssen mit dem neu verabschiedeten Kompromiss der neuen Regelung in Zukunft die Hälfte der Maklergebühr beim Verkauf tragen.

Ich persönlich halte die Neuregelung für einen fairen Kompromiss, da ein seriöser und professioneller Makler letztendlich für beide Seiten arbeitet und außerdem die Doppeltätigkeit des Maklers erhalten bleibt. Der Makler (Vermittler) ist neutral für Verkäufer und Käufer tätig und der Käufer behält weiterhin seinen umfassenden Beratungschutz (Haftung Makler) was beim reinen Bestellerprinzip nicht der Fall gewesen wäre.

Meines Erachtens wird sich der Immobilienmarkt durch die neue Regelung weiter professionalisieren und eine hochwertige Dienstleistung wird mehr denn je im Vordergrund stehen. Das Tätigkeitsfeld eines seriösen Immobilienmaklers ist anspruchsvoll und umfangreich. Stimmt der Service, wissen beide Seiten die Qualität eines professionellen Maklers zu schätzen.