Immobilien Groß-Gerau

Immobilien in Groß-Gerau

Maklerprovision beim Immobilienkauf

Immobilienmakler verlangen für Ihre Vermittlung eine Vergütung, die Maklercourtage. Ein Makler hat jedoch nur dann einen Anspruch auf die Courtage, wenn er einen ordnungsgemäß abgeschlossenen Maklervertrag vorweisen kann und wenn er erfolgreich tätig war. Die Maklercourtage ist fällig, wenn durch die Arbeit eines Maklers ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück erfolgreich vermittelt wurde und ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Wenn der Makler nicht erfolgreich war, dann entfällt auch sein Anspruch auf die Maklercourtage.

Ein Makler übernimmt für seinen Auftraggeber eine Menge Arbeit, investiert Geld und erhöht die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss, da er den lokalen Markt kennt. In der Regel nimmt er eine Immobilienbewertung vor, sorgt für die Erstellung eines Exposés, schaltet Anzeigen, übernimmt die Organisation und Durchführung der Besichtigungstermine und bereitet den Kaufvertrag vor. Ein erfahrener Makler ist auch in der Lage, mit einer guten Vermarktungsstrategie einen höheren Verkaufspreis zu erzielen, als der Eigentümer der Immobilie.

Die Höhe der Maklerprovision ist in Deutschland nicht gesetzlich geregelt (noch nicht), jedoch gibt es regional große Unterschiede. In einigen Bundesländern bezahlt der Käufer die komplette Maklerprovision, so wie bei uns in Hessen. Die Maklercourtage beträgt in Hessen 5% zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer. In Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg, wird die Maklercourtage (Regelfall 6%) zwischen Verkäufer und Käufer geteilt. Nach aktuellem Stand ist davon auszugehen, dass in Kürze eine bundesweite gesetzliche Änderung mit einer einheitlichen Regelung der Maklercourtage in Kraft tritt.


Der Werbeslogan einiger Internet und Online Makler (bekannt aus TV und Radio)     
*Provisionsfrei für den Verkäufer oder Käufer zahlt die Maklercourtage*
gehört zukünftig der Vergangenheit an und ist nicht mehr zulässig.

 

Gesetzentwurf – Update Bestellerprinzip bei Kauf/Verkauf Provisionsteilung:

Im August 2019 haben sich die Spitzen von Union und SPD rund um das Bestellerprinzip auf einen Kompromiss geeinigt. Zukünftig müssen Verkäufer und Immobilienkäufer jeweils die Hälfte der Maklercourtage tragen. Die Neuregelung betrifft selbstgenutzte Wohnimmobilien wie Einfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen. Mehrfamilienhäuser (ab 2 Einheiten) und Gewerbeimmobilien sollen von der Neuregelung ausgenommen bleiben.

Am 9. Oktober 2019 hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf beschlossen, der nun Gegenstand des parlamentarischen Verfahrens ist. Mit einer Verabschiedung des Gesetzes ist Mitte Februar 2020 zu rechnen. Anschließend muss das Gesetz noch einmal im Bundesrat abschließend beraten werden. Nachdem das erfolgt ist, wird das Gesetz nach seiner Ausfertigung im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Nach dem derzeitigen Gesetzentwurf  tritt das Gesetz nach der Verkündigung nach einer Übergangsfrist von 6 Monaten in Kraft. Letztlich ist mit einem Inkrafttreten im September oder Oktober 2020 zu rechnen.

 

Fazit:

Eigentümer (Verkäufer) müssen mit dem neu verabschiedeten Kompromiss der neuen Regelung in Zukunft die Hälfte der Maklergebühr beim Verkauf tragen.

Ich persönlich halte diese Regelung für einen fairen Kompromiss, da ein seriöser und professioneller Makler letztendlich für beide Seiten arbeitet und außerdem die Doppeltätigkeit des Maklers erhalten bleibt. Der Makler (Vermittler) ist neutral für Verkäufer und Käufer tätig und der Käufer behält weiterhin seinen umfassenden Beratungschutz (Haftung Makler) was beim reinen Bestellerprinzip nicht der Fall gewesen wäre.

Meines Erachtens wird sich der Immobilienmarkt durch die neue Regelung weiter professionalisieren und eine hochwertige Dienstleistung wird mehr denn je im Vordergrund stehen. Das Tätigkeitsfeld eines seriösen Immobilienmaklers ist anspruchsvoll und umfangreich. Stimmt der Service, wissen beide Seiten die Qualität eines professionellen Maklers zu schätzen.